Es gibt wohl kaum schlimmere Ängste und Sorgen um das eigene Kind, ob es genügend Nahrung haben wird. Wir leben in Deutschland, umso schlimmer ist es, wenn man selbst hier Angst haben muss nicht genügend Nahrung für sein Kind bekommen zu können. Da ich von Anfang an nicht stillen wollte, bekam meine Maus sogleich Fläschchennahrung. Sie bekam Aptamil Pre und verträgt es scheinbar gut. Sie nimmt toll zu und hat schon bei der Entlassung aus dem Krankenhaus wieder ihr Geburtsgewicht erreicht. Als wir gestern entlassen wurden, gab man uns in der Klinik eine andere Flasche, da die zuvor genutzte Milchnahrung nicht vorrätig war. Leyla hat es nicht vertragen und spuckte alles wieder aus und hatte Bauchschmerzen. Unser Entlassungstag gestaltete sich demnach als schrecklich, weil unsere Maus stundenlang schrie und wir sie trotz jeglicher Bemühungen nicht beruhigen konnten. Ich war so fertig gewesen, weil es einfach das Mama-Herz zerreißt, wenn das Baby so schreit. Die Kleine hatte dann bis nachts Probleme um sich wieder zu fangen und ihr starkes Hungergefühl so zu stillen, dass es ihr wieder spürbar gut ging. Durch das viele Spucken, fehlte ihr einfach diese Nahrung und das musste erst wieder über Stunden aufgeholt werden.
Sie war deshalb letzte Nacht auch vier Stunden am Stück wach und ich bekam insgesamt zwei Stunden Schlaf. Aber seit ca. 3 Uhr ist alles wieder normal und unsere Maus ist ein Goldstück.
Unser Problem war, dass wir nicht die Aptamil Pre Nahrung in den Supermärkten bekamen. Alles ausverkauft! Und durch den schlimmen vorherigen Tag, wollen wir unserer Maus nicht mit einem Alter von 6 Tagen eine Nahrungsumstellung antun. Unsere Familien wurden in deren jeweils 100 km entfernten Wohnorten mobilisiert und tatsächlich konnten sie nach vielem Suchen die Pre-Milch auftreiben. Mir sind tausende Steine vom Herzen gefallen! Und seitdem ich in diesem Wissen bin, dass unsere Maus doch noch ihre Milch bekommt, geht es mir auch seelisch viel besser. Die Sorgen hatten mich fertig gemacht und zur Verzweiflung gebracht und mich brachte alles nur noch zum Weinen. Auch, dass die komplette Babykleidung selbst in Gr. 50 viel zu groß ist, hat mich traurig gemacht. Jetzt im Nachhinein betrachtet wo es mir auch wieder gut geht, gibt es wahrlich schlimmeres als ein Mäusschen im Schlabber-Look ;). Ja mich hatten Abends wohl die sogenannten Schwangerschaftsblues im Griff.
Der Entlassungstag lief bis zur eigentlichen Entlassung toll! Wir hatten ein Krankenhaus-Fotoshooting mit unserer Maus und anschließend kam das TV-Team für ein Interview. Von dem Shooting war Leyla nicht ganz so begeistert. Sie quengelte viel herum. Ich war dann auch froh, als es vorbei war, auch wenn es sicherlich ganz tolle Bilder geworden sind. Aber meine Maus so quengeln und schreien zu hören, war schlimm für mich. Sie ließ sich zwar immer schnell durch ein paar Worte von mir beruhigen, aber es war anstrengend. Der Videodreh dagegen war total entspannend. Leyla schlief die ganze Zeit auf meinem Arm, da die so fertig vom Shooting war. Sie bekam demnach überhaupt nichts mit. Die Bilder dürfen wir uns am Dienstag anschauen und am Montag sei ein Foto in der Babygalerie des Klinikums.
Wir waren heute das erste Mal einkaufen. Leyla schlief sofort beim Autofahren ein und auch in den Supermärkten träumte sie einfach nur ihren süßen Babyschlaf. Abends bekamen wir noch etwas Besuch von einem jungen werdenden Elternpärchen. Das war toll sich über alles austauschen zu können. Irgendwann war ich dann aber so müde, dass ich fast im Sitzen eingeschlafen bin. Ich hab mich dann auch mit Leyla ins Bett gekuschelt und durfte endlich schlafen.
Auch meine Hebamme besuchte uns und schaute nach unserem Wohlbefinden. Besonders beeindruckt hat mich, dass die kleinen Baby-Mädchen ihre Tage bekommen können. Wäre ich nicht in dem Wissen, hätte ich wohl einen Herzinfarkt bekommen, wenn es bei uns eingetreten wäre. Uns geht es super. Mit dem Kaiserschnitt habe ich keine Probleme. Ich kann mich ohne jegliche Schmerzen frei bewegen. Leyla geht es auch prima. Sie ist so eine tolle Maus!
Unfassbar welches Glück auf Erden wir nach unseren Sternenkindern geschenkt bekommen haben. Wir lieben euch Drei!