Jetzt komme ich mal wieder zum Schreiben und darf über meinen Besuchs-Tag berichten. Der Tag und das turbulente Wochenende sind vorbei und ich bin wahrlich froh darüber. Leyla war das Wochenende so unruhig gewesen. Vor allem in den Abendstunden schrie sie viel und man konnte sie kaum beruhigen. Nichts stimmte sie so recht zufrieden. Der Besuch an sich war nicht ganz so schlimm wie erwartet. Die Aufdringlichkeiten hielten sich im Rahmen. Eine Besucherin raubte mir zwar etwas die Nerven, aber nach einem kurzen Feuer spucken, hielt sie sich zurück. Sie verfolgte mich die ganze Zeit in der Wohnung. Beobachtete was ich wie tat. Sah beim Fläschchen zubereiten und geben zu und begutachtete auch das Bäuerchen-machen. Als die Dame sich sodann noch nebenan stellte als ich Leyla wickelte und mich bereits mit ihren "dududu" und "dadada" zur Weißglut brachte, erreichte sie es sodann meinen Wuthöhepunkt. Sie ließ plötzlich einen Schrei fahren, weil Leyla etwas Milch spuckte. Ich machte es ganz selbstverständlich weg, aber die Frau wühlte mit dem Gequatsche und dem Geschrei meine Kleine nur auf und meine Prinzessin schrie vor Schreck. Und nach diesem Vorfall warf ich die Besucherin recht unsanft aus dem Zimmer und knallte die Tür zu. Ich konnte sodann wieder durchatmen und ganz relaxt meine Maus versorgen. Leyla quängelte die ganze Zeit während des Wickelns als die für sie unbekannte Frau quasselte. Als sie sodann aus dem Zimmer war, beobachtete mich meine Kleine nur und gab keinen Mucks von sich. Sie war einfach nur ruhig und so entspannt wie ich sie kenne.
Obwohl gestern allerdings kein Besuch da war, hatten wir es vergangene Nacht nicht einfach. Leyla bekam ihr Fläschchen, wurde gewickelt und sodann ihren Schlafsack angezogen. Wir wollten sie wie jeden Abend ins Beistellbett legen und ich legte mich gleich nebenan. Doch dann fing sie das Schreien an. Und sie ließ sich nicht mehr beruhigen. Wir kuschelten mit ihr, wiegten sie hin und her, sprachen sanft mit ihr und sangen Lieder vor. Normalerweiße half dies immer und sie wurde wieder ruhig. Doch so war es nicht gestern. Sie schrie und schrie. Bauchweh hat sie zwar öfters, aber das war es gestern nicht ausschließlich. Wir versuchten gefühltermaßen alles, damit sie aufhört mit dem Schreien, aber es blieb sehr lange ohne Erfolg. Wir machten sogar den Föhn an, aber da war sie nur kurz ruhig. Alles in allem schrie sie fünf Stunden am Stück und wir wussten irgendwann auch nicht großartig weiter. Wir durchforsteten das Internet nach Tipps, wandten die Tricks der Hebamme an - aber ohne jeglichen Erfolg. Als sie nach Stunden des Schreiens tatsächlich einschlief, war sodann alles "gut". Sie schlief die restliche Nacht prima und meldete sich nur bei hunger. Das klappte alles einwandfrei. Warum sie schrie - wir wissen es nicht. Meist ist dies bei Überforderung durch die vielen Eindrücke, welche das Kind am Tage wahrgenommen hat. Wir hatten am Tag keine Ausflüge gemacht und auch nichts für uns ersichtlich anderes gemacht als in den vorherigen Tage. Letztlich müssen wir nun die nächsten Tage/Nächte weiter beobachten. Ich habe im Internet bereits einen Pucktuch bestellt, das Pucken mit einer Babydecke geübt und trage Leyla seit mehreren Stunden im Tragetuch umher. Im Tragetuch gefällt es ihr sichtlich. Sie wirkt total entspannt und schnarcht sogar etwas. Mein Schatz ist auch begeistert, wie gut es ihr tut. Wir nehmen an, dass wenn es ihr im Tragetuch so gut gefällt, dass auch das Pucktuch/Pucksack seine positive Wirkung zeigen wird. Wir sind gespannt und hoffen heute auf eine ruhigere Nacht mit unserer hübschen Maus.
Leyla gab ich mittlerweile auch den Spitznamen Dino-Baby. Zum Einen steht ihr die Farbe grün sehr gut und zum Anderen ist sie immer so gierig, wenn es ein Fläschchen gibt. Da erinnert sie mich irgendwie an einen Dinosaurier :). Deshalb ist meine Leyla mein Dino-Baby.
Schwangerschaft hautnah.. aus meinem Gummibärchen wurde ein Baby. Meine Tochter Leyla hat nach meinen wundervollen Sternenkindern Alisha und Jemie am 30. Dezember 2013 gesund und munter das Licht der Welt erblickt. Du konntest hautnah meine Schwangerschaft verfolgen und nun geht es weiter mit unserem Leben als junge Familie..
Mittwoch, 15. Januar 2014
Sonntag, 12. Januar 2014
Mama der Drache und die Besuche (1 Woche+6 Tage alt)
Es ist Wochenende und es hat sich viel Besuch angekündigt. Hätte ich das gewusst, wie es ablaufen wird, hätte ich keinen zugelassen. Gestern kamen ein paar Familienmitglieder von uns. Alle zur selben Zeit und gemeinsam. Der Besuch war schön, Leyla verschlief alles. Aber wie meine Hebamme bereits sagte. Kinder verschlafen "Trubel" extra. Sie bekommen alles mit, schlafen aber als Selbstschutz und verarbeiten dies sodann meist in den Abend- und Nachtstunden. Und so war es sodann auch. Leyla war abends sehr unruhig. Schrie viel ohne ersichtlichen Grund. Da half nur kuscheln, viel herumtragen und ihr zu zeigen, dass wir da sind. Dem Besuch habe ich Leyla nicht zum Knuddeln oder Kuscheln gegeben, weil sie friedlich in meinen Armen schlief und ich finde, dass sie nicht gleich mit ihren wenigen Lebenstagen bei jedem auf den Arm muss. Sie ist noch lange "klein" und sie ist nunmal kein Spielzeug, eine Puppe oder eine Ware. So wie sich manche uns gegenüber verhalten, bekomme ich nämlich genau das vermittelt.
Einen Besuch im Krankenhaus musste ich rauswerfen, weil die Beteiligten mich sehr wütend machten. Leyla weinte und wollte ihr Fläschchen und anstelle dann den Anstand zu besitzen und raus oder nach Hause zu gehen und uns diese Mama- und Tochter Minuten zu gönnen, packten diese Leute ihre Handys aus und wedelten sie um unsere Köpfe herum, weil sie Leylas schreien aufnehmen wollten. Als Mama fand ich das ganz schön unangebracht. Ich gab das auch ganz unmissverständlich zum Ausdruck mit "Ich brauche ein Fläschchen für Leyla und es geht jetzt hier jeder raus. Ich will niemanden mehr sehen. Wir brauchen unsere Ruhe".
Und heute kommt dieser Besuch zu uns nach Hause. Warum ich das zulasse? Weil es Familienmitglieder sind und ich hoffe, dass wir dann endlich mal für eine Weile unsere Ruhe haben. Mir kraust es jetzt schon davor und ich bin nur noch froh, wenn dieser Tag um ist. Zum Einen weiß ich, der Besuch will unbedingt Leyla knuddeln. Und denen wird egal sein, ob sie schläft oder was mit ihrem Befinden in dem Moment ist. Zum Anderen kam gestern von denen jemand auf die Idee meine Tochter füttern zu dürfen. Das hat mich so beschäftigt, dass ich noch vergangene Nacht eine SMS schrieb, dass ich dies nicht erlaube. Leyla ist wenige Tage alt. Sie braucht feste Bezugspersonen- das sind am Anfang, in meinen Augen, definitiv nur Mama und Papa. Und diese Pflegetätigkeiten wie füttern und wickeln, haben erst einmal nur die Eltern zu machen. Sonst bringt man das Kind doch sofort durcheinander und mir sind die Minuten des Fütterns meiner Kleinen einfach heilig. Nur weil man das Fläschchen gibt, ist dies keine Einladung, dass dies jeder dürfte. Nein! - das sind unsere kostbaren gemeinsamen Minuten und die verteidige ich als Mama Drache, auch wenn ich mich unbeliebt mache. Mir ist das Wohl meiner Kleinen wichtiger als die Wünsche von Familienangehörigen zu erfüllen. Die müssen für das Kindeswohl einfach hinten angestellt sein.
Hoffentlich geht der Tag schnell um. Und wenn morgen in der Zeitung steht "Mama spuckte Feuer. Jeder musste sich in Sicherheit bringen" - dann werde ich das gewesen sein.
Freitag, 10. Januar 2014
Latex und Silikon (1 Woche+4 Tage alt)
Meine Motte, da hat sie uns vorgestern noch ganz schön auf Trapp gehalten. Es fing mitten in der Nacht an, dass sie einfach nichts mehr essen wollte. Sie schrie sodann stündlich und trank nur um die 10 ml. Natürlich viel zu wenig und ganz anders als die vorherigen Tage. Wir überlegten warum sie plötzlich nicht mehr trinken wollte. Nach x weiteren Versuchen fragten wir sodann meine Hebamme um Rat. Sie meinte, dass manchmal die Kleinen so Tage haben, wo sie einfach doof trinken und wir dies die weiteren Stunden beobachten sollen. Ich wagte einen weiteren Anlauf, aber auch hier merkte ich, dass sie wieder lustlos trank und wohl erneut nur wenige Milliliter trinken würde. So holte mir mein Freund eine Fläschchen, welches wir aus dem Krankenhaus hatten und plötzlich trank sie wieder ihre 80 ml. Ich verglich die zwei Flaschen. Die Flasche aus dem Krankenhaus und unsere und stellte den größten Unterschied an den Saugern fest. Unsere Sauger waren aus Silikon, der aus dem Krankenhaus war aus Latex. So fuhren wir in den nächsten Drogeriemarkt und holten uns Latex-Sauger. Zuhause angekommen testeten wir diese sogleich und wie durch ein Wunder trank unsere Maus wieder normal. Seit den neuen Saugern funktioniert alles einwandfrei. Weshab sie plötzlich diesbezüglich rebellierte, nachdem sie mehrere Tage mit den Silikon-Saugern zufrieden schien, weiß wohl nur unser kleiner Steinbock :). Aber wenn man mit solchen Kleinigkeiten ein Kind glücklich machen kann, dann nehmen wir dies doch liebend gerne auf uns.
Auch als Mama muss man sich mal ein paar Schönheitsminuten gönnen. Mein Freund und ich fuhren ins Sonnenstudio. Ich durfte unter die warme künstliche Sonne und wenige Minuten abschalten und einschlummern und mein Freund saß mit der Kleinen vor der Kabine und wartete auf mich. Es war zuerst seltsam und mich schlich ein schlechtes Gefühl heim. Ich machte mir Gedanken wie "Was wäre, wenn Leyla plötzlich aufwacht und nur noch schreit?". Letztendlich als ich aus der Kabine wieder hervortrat saß mein Freund weiterhin auf seinem Sessel und die Kleine schlief wie auch 15 Minuten zuvor. Während der Schwangerschaft sonnte ich mich nicht, weil hierüber keine genauen Untersuchungsergebnisse vorliegen und ich kein Risiko für meine Kleine eingehen wollte. Nach all der Zeit einfach mal etwas zu sonnen, tat mir richtig gut.
Mittlerweile ist auch der neue Wasserkocher bei uns eingekehrt und er ist so klasse! Mit dem automatischen Regler der Temperatur haben wir immer das perfekte Fläschchen für unsere Leyla. Und das in solch einer Windeseile wie es Cool Twister & Co. nicht schaffen können. Ich habe so innerhalb einer Minute das Fläschchen zubereitet und meine Maus weiß dies, sodass sie kaum noch quängelt, wenn sie hunger hat. Sie gibt uns natürlich klare Zeichen und schreit mal kurz auf, aber dann schaut sie mir zu wie ich ihr Fläschchen mache und genießt dann schmatzend ihre Milch.
Die letzten zwei Nächte waren klasse. Ich legte mich mit meiner Kleinen schon sehr frühzeitig - um 20-21 Uhr schlafen. Ich gab ihr ein Küsschen und wünschte ihr Gute Nacht und nach wenigen Minuten waren wir beide eingeschlafen. Bis zum nächsten Morgen musste sie 3 mal gefüttert und gewickelt werden und schlief nach diesen Pflegetätigkeiten im Nu wieder ein. Tagsüber hat sie immer eine lange Wachphase von um die 3 Stunden. In dieser Zeit beobachtet sie uns und die Umgebung und ist absolut friedlich. Sie schreit so gut wie gar nicht. Nur eben, wenn sie hunger bekommt, spürt man ihre Unruhe und kurz darauf folgt ein kleiner Schrei. Die Maus hat oft Bauchweh und dann weint sie natürlich auch mal. Wir tragen sie dann etwas umher, massieren den Bauch und mein neuer Trick aus dem Internet, welcher ihr hörbar hilft - die Füße zusammen nehmen und zu ihrem Bauch "drücken". Ich hätte es nicht gedacht, aber es verschafft ihr öfters hörbar Erleichterung.
Heute werden wir mit unserer Prinzessin spazieren gehen, mal schauen wie dies klappt :). Ich freue mich, dass wir so vieles nun gemeinsam erkunden können.
Dienstag, 7. Januar 2014
Babyfotoshooting & Fläschchenzubereitung (1 Woche+1 Tag alt)
Unsere kleine Motte fühlt sich sichtbar wohl bei uns. Mittlerweile können wir gut ihre Schreie oder Quängeleien deuten. Wenn man sie genau beobachtet, lässt sich auch bereits vieles im Vornherein erahnen. So sieht man daran, dass sie ihre Finger in den Mund nimmt, ihre Zunge rausstreckt oder sich mit dem Kopf Richtung Brust begibt, dass sie Hunger hat. Dann versuche ich möglichst schnell ein Fläschchen zuzubereiten, weil ich sodann weiß, gleich kommt "der Schrei". Sie ist dann wirklich von 0 auf 100. Als frisch gebackene Mama macht man sich plötzlich über ganz andere Gedanken als früher Gedanken. Zum Beispiel habe ich mir den Kopf zerbrochen wie man möglichst schnell im trauten Heim ein Fläschchen zubereitet. Wie eine Wilde las ich Tipps und Tricks in diversen Foren im Internet. Schlimm ist es, dass manche die Flasche in der Mikrowelle warm machen. Ich möchte auf jeden Fall alle Hygiene- und Zubereitungs-Vorschriften einhalten, denn die Gesundheit meiner Tochter ist mir sehr wichtig. Bereits vor einigen Tagen hatten wir uns den NUK Cool Twister bestellt. Dieser kühlt Wasser aus dem Wasserkocher in etwa 90 Sekunden auf 40 Grad herab. Dies ist schon einmal eine tolle Erfindung und die Nutzung ist einfach. Allerdings mit Baby im Arm und nur einer freien Hand war mir der Cool Twister doch zu umständlich. Ich habe in den vergangenen Tagen das Wasser aufgekocht, auf 40 Grad herabkühlen und sodann in die Thermoskanne gefüllt. Dies hat bislang sehr gut funktioniert. Nur einmal hatte ich mitten in der Nacht das Problem, dass das Wasser bereits zu kalt geworden war. Ich habe zwar auch Fläschchen-Wärmer & Co., aber dies ist alles nicht das Wahre auf Dauer. Und so habe ich den Tipp erhalten, dass es Wasserkocher gibt, welche das Wasser nach dem abkochen auf eine gewünschte Temperatur erhitzen können. Und so haben wir sofort zugeschlagen und solch einen Wasserkocher bestellt. Wir freuen uns schon auf sein ankommen.
Die ersten Tage Zuhause halten uns auf Trapp und wir sind rund um die Uhr beschäftigt. Mittlerweile konnten wir zum Glück zur Ruhe kommen und handeln alles entspannter. Das Aufstehen in der Nacht macht mir nichts mehr aus. Es war zuerst wahrlich ungewohnt und anstrengend von jetzt auf gleich hellwach zu sein und aktiv zu werden. Inzwischen ist es kein Problem mehr. Ich denke auch, dass ich innerlich noch etwas ruhiger werden sollte, aber das ist wohl normal und wird sich nach und nach legen.
Ich genieße meine Zeit mit meiner Kleinen. Sie entwickelt sich so schnell und wundervoll. Wir sind begeistert und ganz stolze Eltern. Unsere Sternenkinder vergessen - das können und werden wir nicht. Ich habe mir erst heute wieder mein Bild von Alisha angeschaut und finde, dass sich unsere beiden Mädels schon etwas ähnlich gesehen haben. Ich wünsche mir meine erste Tochter auch bei mir, aber ich weiß, dieser Wunsch wird niemals in Erfüllung gehen können. Ich kann sie nur weiter in meinem Herzen tragen.
Samstag, 4. Januar 2014
Probleme mit Babymilch und die Angst um das Kind (6 Tage alt)
Es gibt wohl kaum schlimmere Ängste und Sorgen um das eigene Kind, ob es genügend Nahrung haben wird. Wir leben in Deutschland, umso schlimmer ist es, wenn man selbst hier Angst haben muss nicht genügend Nahrung für sein Kind bekommen zu können. Da ich von Anfang an nicht stillen wollte, bekam meine Maus sogleich Fläschchennahrung. Sie bekam Aptamil Pre und verträgt es scheinbar gut. Sie nimmt toll zu und hat schon bei der Entlassung aus dem Krankenhaus wieder ihr Geburtsgewicht erreicht. Als wir gestern entlassen wurden, gab man uns in der Klinik eine andere Flasche, da die zuvor genutzte Milchnahrung nicht vorrätig war. Leyla hat es nicht vertragen und spuckte alles wieder aus und hatte Bauchschmerzen. Unser Entlassungstag gestaltete sich demnach als schrecklich, weil unsere Maus stundenlang schrie und wir sie trotz jeglicher Bemühungen nicht beruhigen konnten. Ich war so fertig gewesen, weil es einfach das Mama-Herz zerreißt, wenn das Baby so schreit. Die Kleine hatte dann bis nachts Probleme um sich wieder zu fangen und ihr starkes Hungergefühl so zu stillen, dass es ihr wieder spürbar gut ging. Durch das viele Spucken, fehlte ihr einfach diese Nahrung und das musste erst wieder über Stunden aufgeholt werden.
Sie war deshalb letzte Nacht auch vier Stunden am Stück wach und ich bekam insgesamt zwei Stunden Schlaf. Aber seit ca. 3 Uhr ist alles wieder normal und unsere Maus ist ein Goldstück.
Unser Problem war, dass wir nicht die Aptamil Pre Nahrung in den Supermärkten bekamen. Alles ausverkauft! Und durch den schlimmen vorherigen Tag, wollen wir unserer Maus nicht mit einem Alter von 6 Tagen eine Nahrungsumstellung antun. Unsere Familien wurden in deren jeweils 100 km entfernten Wohnorten mobilisiert und tatsächlich konnten sie nach vielem Suchen die Pre-Milch auftreiben. Mir sind tausende Steine vom Herzen gefallen! Und seitdem ich in diesem Wissen bin, dass unsere Maus doch noch ihre Milch bekommt, geht es mir auch seelisch viel besser. Die Sorgen hatten mich fertig gemacht und zur Verzweiflung gebracht und mich brachte alles nur noch zum Weinen. Auch, dass die komplette Babykleidung selbst in Gr. 50 viel zu groß ist, hat mich traurig gemacht. Jetzt im Nachhinein betrachtet wo es mir auch wieder gut geht, gibt es wahrlich schlimmeres als ein Mäusschen im Schlabber-Look ;). Ja mich hatten Abends wohl die sogenannten Schwangerschaftsblues im Griff.
Der Entlassungstag lief bis zur eigentlichen Entlassung toll! Wir hatten ein Krankenhaus-Fotoshooting mit unserer Maus und anschließend kam das TV-Team für ein Interview. Von dem Shooting war Leyla nicht ganz so begeistert. Sie quengelte viel herum. Ich war dann auch froh, als es vorbei war, auch wenn es sicherlich ganz tolle Bilder geworden sind. Aber meine Maus so quengeln und schreien zu hören, war schlimm für mich. Sie ließ sich zwar immer schnell durch ein paar Worte von mir beruhigen, aber es war anstrengend. Der Videodreh dagegen war total entspannend. Leyla schlief die ganze Zeit auf meinem Arm, da die so fertig vom Shooting war. Sie bekam demnach überhaupt nichts mit. Die Bilder dürfen wir uns am Dienstag anschauen und am Montag sei ein Foto in der Babygalerie des Klinikums.
Wir waren heute das erste Mal einkaufen. Leyla schlief sofort beim Autofahren ein und auch in den Supermärkten träumte sie einfach nur ihren süßen Babyschlaf. Abends bekamen wir noch etwas Besuch von einem jungen werdenden Elternpärchen. Das war toll sich über alles austauschen zu können. Irgendwann war ich dann aber so müde, dass ich fast im Sitzen eingeschlafen bin. Ich hab mich dann auch mit Leyla ins Bett gekuschelt und durfte endlich schlafen.
Auch meine Hebamme besuchte uns und schaute nach unserem Wohlbefinden. Besonders beeindruckt hat mich, dass die kleinen Baby-Mädchen ihre Tage bekommen können. Wäre ich nicht in dem Wissen, hätte ich wohl einen Herzinfarkt bekommen, wenn es bei uns eingetreten wäre. Uns geht es super. Mit dem Kaiserschnitt habe ich keine Probleme. Ich kann mich ohne jegliche Schmerzen frei bewegen. Leyla geht es auch prima. Sie ist so eine tolle Maus!
Unfassbar welches Glück auf Erden wir nach unseren Sternenkindern geschenkt bekommen haben. Wir lieben euch Drei!
Freitag, 3. Januar 2014
Heute gehts nach Hause (5 Tage alt)
Heute geht's nach Hause. Es sind fünf Tage seit der Geburt meiner Maus vergangen und uns geht es sehr gut. Ich habe keinerlei Beschwerden und bin trotz Kaiserschnitt wie ein kleiner fitter Turnschuh. Ich freue mich auf Zuhause und bin sehr gespannt wie sich mein Kleintierzoo mit meiner Maus anfreunden wird.
Gestern hatte Leyla ihre U2 Untersuchung und es lief alles prima. Ihr eines Füßchen ist etwas krumm, aber das wäre mit etwas "Krankengymnastik" in Form von Massagen einfach zu beheben, da die Muskel und Knochen noch alle weich sind. Leyla befand sich im Bauch fast immer in ihrer Lieblingsposition: Kopf nach unten, Po nach Links und ausgestreckte Beinchen nach rechts. Den Fuß, welchen ich so oft in meinen rechten Rippen spürte, war sicherlich dieser nun leichte krumme Fuß von Leyla-Maus.
Es warten noch ein paar spannende Stunden auf uns. Gleich werden wir hier im Krankhaus ein kleines Familien-Baby-Fotoshooting haben und im Anschluss kommt das TV-Team. Ich freue mich, hoffe nur es wird für Leyla nicht alles zu viel. Sie wurde aber soeben von mir gefüttert und gewickelt, sodass ich optimistisch bin, dass sie in den nächsten Stunden viel schlafen wird.
Ich musste mich gestern mit einer Hebamme anlegen. Und zwar wird hier einen gezeigt, dass man erst die Babys wickeln und dann füttern soll. Allerdings gefiel dies Leyla gar nicht. Sie schrie alles zusammen während des Wickelns und beim Fläschchengeben könnte sie dann wieder entspannen. Allerdings war sie dann stundenlang wach und schrie immer wieder. Mich beschäftigte das und so vertraute ich meiner Intuition und gab ihr erst das Fläschchen und wickelte sie sodann. Das Ergebnis: ein ruhiges und glückliches Baby beim Füttern und ein ruhiges und glückliches Baby beim Wickeln. Ich hat nachts um ein Fläschen und die Hebamme sagte: "Nein, erst wird gewickelt". Und ich erklärte ihr etwas zickig, dass es mein Kind ist und ich die Entscheidungen treffe was mit meinem Kind passiert. Es ist auch schließlich Rooming-in und die Maus ist von ihrer Geburt an ohne Pause bei mir gewesen, was ich sehr schön und wichtig empfand. Ich bekam dann mein Fläschchen widerwillig. Die Maus bekam ihr Essen und ich machte mich nach dem Bäuerchen langsam los zum Wickelraum. Die Hebamme teilte mir mit, dass sie Leyla sodann wiegen müsse. Also wickelte ich Leyla und dieses Mal musste ich sie auch komplett umziehen, weil sie sich vollspuckte. Ich holte dann die Hebamme zum Wiegen und dann teilte sie mir mit, dass sie mit "meiner" Kleidung Leyla nicht wiegen könne. Das würde nur mit der Krankenhauskleidung gehen. Und so musste ich zu Leylas Missfallen nochmals alles komplett ausziehen und wieder anziehen. Leyla quängelte natürlich herum. Und dann sprach die Hebamme zu meiner Tochter "Na du hast jetzt wieder hunger - deine Mama wollte ja nicht auf mich hören". Und ich zickte wieder mit "Nein, meine Tochter hat kein hunger. Sie will nur nicht x mal an- und ausgezogen werden. Sie will zu Mama und in den Schlaf geschaukelt werden".
Also ich musste solche Erfahrung nur mit dieser einen Hebamme machen. Tendenziell ist es der Wahnsinn wie nett und fürsorglich das Personal zu einem und dem Kind ist. Es kommt einen vor, als würden sie wirklich jedes Baby als ein ganz großes Geschenk ansehen. Perfekt!
Mit Leyla und mir läuft es auch Tag für Tag immer perfekter. Man spürt, dass wir einfach ein tolles Team sind, welches immer weiter sich kennen und lieben lernt. Mittlerweile weiß ich was sie bedrückt je nachdem wie sie schreit oder quängelt und sie kennt die Abfolge was Mama in welcher Situation macht und das gibt ihr Vertrauen und Sicherheit.
Diese Babybetten hier im Krankenhaus sind klasse. Dadurch, dass sie durchsichtig sind, sehe ich Leyla immerzu. Leyla schläft je nach ihrem Bedarf im Babybett oder bei mir auf der Brust. Manchmal ist das Babybett absolut okay für sie und manchmal sucht sie einfach meine Nähe und das lasse ich voll und ganz zu, denn das stärkt nur die Mama-Tochter-Bindung und ich will, dass meine Maus von klein auf spürt, dass ich immer für sie da bin.
Mittlerweile haben wir auch viel Krankenhausbesuch gehabt. An dem einen Tag wurde es mir zu viel und ich habe alle rausgeworfen. Aber es ist schön mit dem Besuch der Liebsten. Wir wurden reichlich mit Windeln und Bodys und so weiter beschenkt. Alles sehr liebevoll verpackt und absolut toll ausgesucht. Mein Geschmack würde immerzu getroffen.
Mittwoch, 1. Januar 2014
Ein Rutsch ins neue Jahr zu Dritt (2 Tage alt)
Leyla kam bei 38+1 (39. Schwangerschaftswoche) für uns überraschend zur Welt. Wir durften trotz Blasensprung in den Morgenstunden unseren Wunschkaiserschnitt haben und es lief alles so wie ich es mir erwünscht habe. Ich werde euch hierüber noch besonders ausführlich berichten.
Unsere Leyla Farina kam am 30.12.3013 um 12.39 Uhr mit einer Größe von 50 cm, einem Gewicht von 2760 Gramm und einem Kopfumfang von 33 cm zur Welt.
Uns geht es gut. Leyla ist rund um die Uhr bei mir im Zimmer. Wir gewöhnen uns brav aneinander und kuscheln sehr viel. Wir lieben unsere Maus jetzt schon heiß und innig. Sie ist wundervoll!
Unser neues Jahr startet mit zwei wundervollen Engeln im Himmel und einer Prinzessin auf dem Arm :) wir lieben euch Mäuse!
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