Osteopathie - Hokuspokus oder wirklich wirkungsvoll?
Das erste Mal mit dem Gedanken eine osteopathische Behandlung machen zu lassen, kam mir, als Leyla abends immer so viel vor dem Schlafengehen schrie. Dies besserte sich aber nun nach etwa fünf Wochen und so verwarf ich den Gedanken. In Foren las ich, dass bei manchen Kindern der Gang zum Osteopathen sehr geholfen hat. Sei der Grund schlechtes Trinken oder Schlafen, Schreien uvm. - eine osteopathische Behandlung hätte Wunder gewirkt.
In meinem geweckten Interesse fragte ich mich, wer Osteopath werden oder ob sich jeder so nennen darf. Heraus kam, dass dies tatsächlich ein Studiengang ist. In mir kamen dennoch weiterhin so amüsante Gedanken auf "Was lernt man in diesem Studium? Wie man die Menschen im Glauben lässt etwas zu tun?"- ich weiß, es sind böse Gedanken. Aber sie sind berechtigt, weil man einfach nicht dahinter kommt, ob der Mann, welcher die Hände um den Kopf schließt, tatsächlich etwas außer Handauflegen und eine Art Meditier-Zustand einnehmen, macht.
Weil Leyla eine ausgeprägte Lieblingsseite hat, empfahl uns die Kinderärztin einen Osteopathen aufzusuchen. Nach vielem herumtelefonieren, bekamen wir nach wenigen Minuten einen Rückruf von einem Osteopathen und einen Termin für den nächsten Tag. Wir nahmen natürlich den Termin dankend an. Die meisten uns vorgeschlagenen Termine lagen über einen Monat in der Zukunft. Besonders bei Säuglingen sollte aber ein solche osteopathische Behandlung möglichst frühzeitig erfolgen.
Beim Osteopathen am nächsten Morgen schlief Leyla tief und fest im Maxi Cosi. Der Osteopath bat uns die Kleine schlafen zu lassen und schaute sie sich erst einmal genau an. Er stellte fest, dass Leyla ein schiefes Köpfchen und dadurch bedingt eine Muskelverkürzung auf einer Halsseite habe und dieses sich bereits im Mutterleib verformt haben muss. Er zeigte uns genau die Stellen woran man dies erkennen könne und tatsächlich sahen wir das Gleiche. Normalerweiße schaut man sich sein Kind nicht so genau von oben an und vergleicht die Symmetrie der beiden Kopfseiten. Zumindest war mir dies zuvor nicht aufgefallen. Wir legten unsere Maus auf den Behandlungstisch und der "Wunderheiler" hielt ihr Köpfchen in seinen Händen. Was er genau machte? Ich habe nichts gesehen :D. Wir sprachen mit unserer Maus während der Behandlung, damit sie weiterschlief, aber dennoch wachte sie irgendwann vor Hunger auf. Dies hatte ich mir bereits im Vorfeld gedacht und so mixte ich schnell ihr Fläschchen. Während sie dieses trank, hantierte der Osteopath weiter mit Leylas Köpfchen und Hals. Er zeigte uns auch einem Plastik-Kopf wie die verschiedenen Kopfplatten von Leyla liegen würden und was er tun würde. Er bemerkte sicherlich meine Skepsis und so legte er an meinem Kopf Hand an um mir sein Tun zu demonstrieren. Das Einzige was ich zum Ende der 2-3 Minuten spürte war ein ganz minimaler leichter Druck mit seinem Daumen an einer Stelle meines Kopfes, ansonsten spürte ich lediglich zwei warme Hände.
Nach der Behandlung benutzte Leyla tatsächlich für einen Tag erstaunlich oft ihre Nicht-Lieblings-Kopfseite. Aber bereits am nächsten Tag war alles wie vergessen und sie dreht sich einfach die ganze Zeit auf ihre Lieblingsseite. Auch eine Decke oder ein zusammengerolltes Handtuch im Rücken, wie uns als Tipp mitgegeben wurde, nützt überhaupt nichts. Lieber dreht unsere Maus ihren Kopf trotzdem auf ihre Lieblingsseite und steckt ihre Nase in das Handtuch und schreit protestierend als auf der anderen Seite zu liegen. Nur wenn sie auf mir schläft, schläft sie auf der anderen Seite und wenn ich sie wickel, spiele ich mit unserem "Rudi" - ein Tier mit Flügeln (ich weiß ehrlich nicht was dieses Kuscheltier darstellen soll, aber es ist bunt und Leyla ist begeistert davon :)), sodass sie schon beim Legen auf den Wickeltisch ihren Kopf sofort in seine Richtung dreht und auf die Quietsch-Stimme wartet.
Die Kosten für die osteopathische Behandlung wird von den meisten Krankenkassen mittlerweile übernommen. Unsere Krankenkasse übernimmt für drei Behandlungen 80 % der Kosten. Eine Behandlung kostet bei unserem Osteopathen 90 Euro und laut seiner Aussage könnten bis zu sieben Behandlungen notwendig sein. Wir werden vermutlich drei Behandlungen machen und dann entscheiden, wie wir weiterverfahren. Sollte eine Besserung eingetreten sein, werden wir wohl auch die restlichen Behandlungen wahrnehmen, ansonsten werden wir es sein lassen. Ich bin noch nicht genügend von der Wirkung überzeugt.
Ich bin schon auf die nächste U-Untersuchung gespannt, ob es sich zumindest etwas gebessert hat oder Leyla bis dahin ein stärker verformtes Köpfchen hat. Ich habe mich im Übrigen inzwischen dazu entschieden, den Kinderarzt zu wechseln. Vielen Dank für eure lieben Nachrichten und Worte. Ich lasse mich einfach nicht von einem Arzt zu einem bestimmten Impf-Zeitpunkt drängen. Ich werde dies so festlegen, wie ich es für meine Tochter als besten Zeitpunkt empfinde. Denn wer kennt unsere Maus besser als wir Eltern?
Beim Osteopathen am nächsten Morgen schlief Leyla tief und fest im Maxi Cosi. Der Osteopath bat uns die Kleine schlafen zu lassen und schaute sie sich erst einmal genau an. Er stellte fest, dass Leyla ein schiefes Köpfchen und dadurch bedingt eine Muskelverkürzung auf einer Halsseite habe und dieses sich bereits im Mutterleib verformt haben muss. Er zeigte uns genau die Stellen woran man dies erkennen könne und tatsächlich sahen wir das Gleiche. Normalerweiße schaut man sich sein Kind nicht so genau von oben an und vergleicht die Symmetrie der beiden Kopfseiten. Zumindest war mir dies zuvor nicht aufgefallen. Wir legten unsere Maus auf den Behandlungstisch und der "Wunderheiler" hielt ihr Köpfchen in seinen Händen. Was er genau machte? Ich habe nichts gesehen :D. Wir sprachen mit unserer Maus während der Behandlung, damit sie weiterschlief, aber dennoch wachte sie irgendwann vor Hunger auf. Dies hatte ich mir bereits im Vorfeld gedacht und so mixte ich schnell ihr Fläschchen. Während sie dieses trank, hantierte der Osteopath weiter mit Leylas Köpfchen und Hals. Er zeigte uns auch einem Plastik-Kopf wie die verschiedenen Kopfplatten von Leyla liegen würden und was er tun würde. Er bemerkte sicherlich meine Skepsis und so legte er an meinem Kopf Hand an um mir sein Tun zu demonstrieren. Das Einzige was ich zum Ende der 2-3 Minuten spürte war ein ganz minimaler leichter Druck mit seinem Daumen an einer Stelle meines Kopfes, ansonsten spürte ich lediglich zwei warme Hände.
Nach der Behandlung benutzte Leyla tatsächlich für einen Tag erstaunlich oft ihre Nicht-Lieblings-Kopfseite. Aber bereits am nächsten Tag war alles wie vergessen und sie dreht sich einfach die ganze Zeit auf ihre Lieblingsseite. Auch eine Decke oder ein zusammengerolltes Handtuch im Rücken, wie uns als Tipp mitgegeben wurde, nützt überhaupt nichts. Lieber dreht unsere Maus ihren Kopf trotzdem auf ihre Lieblingsseite und steckt ihre Nase in das Handtuch und schreit protestierend als auf der anderen Seite zu liegen. Nur wenn sie auf mir schläft, schläft sie auf der anderen Seite und wenn ich sie wickel, spiele ich mit unserem "Rudi" - ein Tier mit Flügeln (ich weiß ehrlich nicht was dieses Kuscheltier darstellen soll, aber es ist bunt und Leyla ist begeistert davon :)), sodass sie schon beim Legen auf den Wickeltisch ihren Kopf sofort in seine Richtung dreht und auf die Quietsch-Stimme wartet.
Die Kosten für die osteopathische Behandlung wird von den meisten Krankenkassen mittlerweile übernommen. Unsere Krankenkasse übernimmt für drei Behandlungen 80 % der Kosten. Eine Behandlung kostet bei unserem Osteopathen 90 Euro und laut seiner Aussage könnten bis zu sieben Behandlungen notwendig sein. Wir werden vermutlich drei Behandlungen machen und dann entscheiden, wie wir weiterverfahren. Sollte eine Besserung eingetreten sein, werden wir wohl auch die restlichen Behandlungen wahrnehmen, ansonsten werden wir es sein lassen. Ich bin noch nicht genügend von der Wirkung überzeugt.
Die nächste U-Untersuchung & Kinderarzt
Ich bin schon auf die nächste U-Untersuchung gespannt, ob es sich zumindest etwas gebessert hat oder Leyla bis dahin ein stärker verformtes Köpfchen hat. Ich habe mich im Übrigen inzwischen dazu entschieden, den Kinderarzt zu wechseln. Vielen Dank für eure lieben Nachrichten und Worte. Ich lasse mich einfach nicht von einem Arzt zu einem bestimmten Impf-Zeitpunkt drängen. Ich werde dies so festlegen, wie ich es für meine Tochter als besten Zeitpunkt empfinde. Denn wer kennt unsere Maus besser als wir Eltern?



