Montag, 31. März 2014

Der Rückbildungskurs & der Babyhelm (13 Wochen alt)



Der Start des Rückbildungskurses 


Letzten Donnerstag erlebten wir den ersten Kurstag der Rückbildungsgymnastik mit Baby. Ich war schon etwas nervös was mich erwarten würde. Ich packte nach dem Aufstehen schon soweit alles in unsere Wickeltasche: Fläschchen, Pulver, Isolierkanne, Wechselkleidung für die Maus, Mullwindel, Ersatz-Lätzchen und meine Sportschuhe. Hätte ich gewusst, dass alle Barfuß sein werden, hätte ich mir die Schuhe gespart ;) - aber es wird nie Schaden mal Sportschuhe zu haben. Im Sommer möchte ich wohl auch einen Buggyfit-Kurs mitmachen. Da werde ich auch ein gutes Schuhwerk benötigen. 

Leyla trank um 9:30 Uhr und nach etwas Unterhaltung schlief sie um 10:30 für eine Stunde in der Babytrage ein. Ich erledigte in der Zeit etwas Hausarbeit. Ich hoffte, dass sie nochmals um 11:30 Uhr Hunger haben würde, aber dem war nicht so. Ich machte noch ein Fläschchen fertig und nach nur 5 Fahrminuten mit dem Auto waren wir in den Zentrum angelangt, wo der Kurs stattfand. Leyla war die Autofahrt über wach und betrachtete interessiert das Mobile an ihrem Maxi Cosi und ich betete währenddessen, dass sie nicht auf unseren Hinweg Hunger bekommen würde. Wir waren um kurz nach 12 als Ersten da. Um Viertel nach war Kursbeginn und ich startete den Kurs mit dem Füttern meiner Prinzessin ;). Viele trudelten erst später ein. Sofort fiel mir auf, dass eine weitere Frau ihr Kind auch in der Marsupi Babytrage trug. Die Frauen waren wie erwartet alle älter als ich. Aber auch wenn ich jung bin, ist die Rückbildung des Beckenbodens usw. von wichtiger Bedeutung. Ich möchte nichts dem Zufall überlassen. Ich lebe nur einmal und möchte meinem Körper natürlich helfen. 

Eine Frau fing den Smalltalk mit mir gleich ohne ein "Hallo" mit diesen Worten an: "Bist du nicht zu jung für ein Kind? Du hast doch wahrscheinlich keinen Job und nicht einmal eine Ausbildung." Nett ;)! Ich habe ihr dann mitgeteilt, dass ich natürlich eine Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung habe. Was die Leute für Vorurteile gegenüber jungen Müttern haben. Und ich finde mit 24 ist man auch nicht eine so übertrieben junge Mama. Eine indische Mama war mir auf Anhieb sympathisch . Sie war sehr nett und da sie von den anderen Frauen ausgegrenzt wurde, quatschte ich ein wenig mit ihr. 

Die Gymnastikübungen haben mir Spaß gemacht und gut gefallen. Ich habe immer etwas mehr gemacht als man musste - ich bin eben ehrgeizig :). 

Während des Kurses war Leyla die gesamten 75 Minuten wach. Alle anderen Babys schliefen. Ich spürte wie ihr langweilig wurde und so redete ich während der Übungen mit ihr. Bei den seitlichen Sit-Ups zog sie mir immer, wenn ich zu Boden ging, an den Haaren. Ich sah ganz schön zerzaust aus :). Es brachte mich zum Lachen und Leyla fand es scheinbar auch lustig. Die Hebamme trug Leyla auch 10 Minuten im Kreis durch den Kursraum, damit ich auch die letzten Übungen machen konnte. Das war schon ein seltsames Gefühl als Leyla auf dem Arm der Hebamme war. Während der ganzen Übungen hatte ich meine Kleine die ganze Zeit im Blick. Sie schaute sich interessiert um. Die Hebamme meinte noch bei ihr würde jedes Kind einschlafen.. tja, sie hat meine Maus noch nicht kennengelernt :D. Und so bekam ich sie sodann wieder hellwach in meine Arme. 

Durch das viele Wachsein hatte ich am Anschluss dann den Trubel. Leyla schrie Zuhause vier- Stunden am Stück. Ohne Beruhigung. Sie trank Unmengen. Das macht sie immer, wenn sie etwas überfordert hat. So trank sie 170 ml und eine Stunde später schon wieder 130 ml. Sie schlief in der Babytrage ein und unsere Nacht begann sehr frühzeitig um 8 Uhr. Die Nacht hatte sie sodann auch zwischen den Mahlzeiten wieder längere Zeitabstände bis zu 3 Stunden. Ich denke der Wachstumsschub ist so gut wie vorbei. 

Die Helmtherapie - der Babyhelm


Nach dem Kurs setzte sich die Hebamme neben mich auf die Matte und fragte im ernsten Ton: "Seid ihr schon in Therapie?" Ich wusste, dass sie damit Leylas Köpchen und ihre Lieblingsseite meinte. Ich erzählte ihr von unseren Terminen beim Osteopathen. 
Sie sagte, dass man viel mehr tun müsse, da dass Köpfchen sehr stark verformt sei. Krankengymnastik könne etwas helfen, aber sie denkt, dass Leyla auf jeden Fall eine Helmtherapie bräuchte. Ich hatte schon davon gehört, konnte mir aber darunter nichts vorstellen und zog mal wieder meinen Freund das "www" zurate. Ich hatte es mir unter dem Begriff Babyhelm wahrlich schlimmer vorgestellt. Bei der Helmtherapie wird der Babykopf mit einem speziellen Laser oder einem Scanner ausgemessen und sodann ein ganz individueller Helm gefertigt. Die Kosten liegen hier bei 1500 € und aufwärts. Der Helm muss täglich 23 Stunden getragen werden. Die Tragezeit kann von 8 Wochen bis 8 Monaten gehen. 


Nun musste ich gerade lesen, dass der Hersteller bei einer Köpfchenverformung ab dem 1. Lebensmonat Umlagerungen und Physiotherapie empfiehlt und ab dem 4. Monat, sofern keine Besserung eingetreten ist, der Helm angepasst werden sollte. Super, dass meine Ärztin nicht auf Leylas Kopf eingegangen ist und nicht einmal festgestellt hat, dass dieser schief ist. Zum Glück sind wir nun nicht mehr bei ihr. Wir können kaum den U4 Termin beim neuen Kinderarzt erwarten und hoffen, dass wir dann Krankengymnastik verschrieben bekommen. Leyla kann inzwischen auch mehrere Stunden auf der anderen Seite liegen. Sie verbessert sich täglich. Auch kann sie ihren Kopf Tag für Tag besser aus der Bauchlage heben. Aber ich kann sie nur wenige Minuten auf den Bauch legen, dann fängt sie an schreien. Ich glaube ihr tut dies auch wegen dem Kopf weh. Egal wie es kommt, ich hoffe wir können der Maus bald noch besser helfen. Nachdem ich obiges Video gesehen habe, bin ich über das Ergebnis sprachlos und begeistert. Falls es notwendig ist, machen wir auf jeden Fall eine Helmtherapie. 

Kommentare:

  1. Hallo Chanel,
    das ist ja echt unmöglich von der Frau, dich so komisch anzusprechen. Ich finde auch 24 ist gar nicht so jung um Mutter zu werden. Ich bin seit 2 Monaten Mutter, aber schon 27 Jahre alt. :D
    Liebe Grüße

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    1. Hallo :)
      27 ist natürlich richtig alt :D. Herzlichen Glückwunsch zu deinem Glücksbärchen :). 2 Monate Mama ist ja auch noch nicht so lange her, dass man dich nicht mehr beglückwünschen könnte.

      Wünsche dir alles alles Liebe :)

      Chanel

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  2. Die resonanz kenne ich auch,mitte 20 ist halt selten das alter,in dem man mama wird. Bei uns im vorbereitungskurs gabs ne riege unter 20 und eine über 30 und ich stehe mit knapp 25 auch im mittelpunkt solcher fragen...kratzt mich aber wenig,ich hab ein abgeschlossenes studium ;) und wann soll ich denn besser als jetzt an die fortpflanzung denken,wenn ich nen beruf habe und spaß dran?
    Was mich bissl wundert,hast du keine hebamme?
    Ich lese deinen blog schon länger mit,kenne die geburtsgeschichte,aber so für die nachsorge,oder auch zur vorbereitung hätte ich mir auf jedenfall eine zur seite stellen lassen. Mit meiner bin ich mittlerweile sehr vertraut,in 3 wochen soll meine kleine kommen und da sie der erste erfahrungsbringer ist,trau ich mir gar nicht zu alles alleine richtig zu machen...ehrlich gesagt ^^ (sonst werde ich natürlich eine brilliante mutter ;) )

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    1. Hallo :)

      natürlich hatte ich eine Hebamme. Sie war sowohl ab ca. der 17. SSW bis auch nach der Geburt für mich/ uns da. Habe auch ab und an von ihr geschrieben. Etwa 2-3 Wochen nach der Geburt und täglichen Besuchen haben wir sie dann nicht mehr gebraucht, aber sie hat immer ein offenes Ohr und sollten wir Fragen haben, können wir sie jederzeit anrufen. Sie ist super :)!

      Ich wünsche dir eine tolle Geburt und eine wunderschöne Knuddelzeit mit deiner Maus :)!

      LG

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  3. Hallo, ich habe mich mal gerade so quer durch deinen Blog gelesen, wahnsinn, was du alles schon durchgemacht hast!
    Ich habe meinen ersten Sohn auch mit 24 bekommen und ich finde, es war ein perfektes Alter!
    Von diesen Kursen war ich immer sehr abgeneigt, weil die anderen mich einfach genervt haben. Die älteren machen dich blöde an, ob du nicht zu jung bist und die jüngeren wissen alles besser und fragen dich beim nächsten mal, warum du nicht stillst! Ich glaube, es ist altersunabhängig, andere Mütter können schrecklich sein. Zieh dein Ding durch, wie du es für richtig hältst und gut ist, ich würde mich vor keinem rechtfertigen, denn es ist dein Kind und dein Leben.
    Bin mal gespannt, auf deine weiteren Kurse:)
    ganz liebe Grüße
    Simone

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  4. Himmel einer, hätte die von mir eine gepfefferte Antwort erhalten ... aber wie es aussieht, hast du auch sehr souverän auf die dämliche Aussage reagiert.

    Danke für den Hinweis wegen dem "Babyhelm". Davon hatte ich noch nie etwas gehört und finde das sehr interessant.

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